„Von uns dahoam“ ausgezeichnet

Der Hafnerbacher Regionalladen „Von uns dahoam“ wurde als „Regionalladen des Jahres 2021“ ausgezeichnet!

Am 6. Juli gratulierte uns LH-Stv. Stephan Pernkopf zum Gewinn in der Kategorie Selbstbedienung in der Region Niederösterreich Mitte

Die regionalen DirektvermarkterInnen versorgen mit hochwertigen, frischen und regionalen Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. Der Laden ist täglich von 0 bis 24 Uhr geöffnet und befindet sich im Erdgeschoss der Volksschule Hafnerbach (Museumstraße 43, 3386 Hafnerbach). Die Energiegruppe gratuliert herzlich zu dieser Auszeichnung, die auch offiziell ausdrückt, was sich viele HafnerbacherInnen und auswärtige KundInnen schon lange denken: Großartige Idee, großartiges Engagement, großartig umgesetzt!

(Bio)gasheizung – Eine Klarstellung

Was soll eine Gasheizung im neuen Vereinshaus der Gemeinde, wenn im benachbarten Bauhof eine Hackschnitzelanlage vorhanden ist? Das fragen wir uns auch. Aber, der Reihe nach.

Der urspüngliche Plan

Die Gemeinde Hafnerbach errichtet zur Zeit ein neues Vereinshaus, in dem Sportvereine und Blasmusik ihr neues Zuhause finden sollen. Das Gebäude soll laut ursprünglichem Plan des beauftragten technischen Büros mit Nahwärme vom direkt daneben gelegenen Bauhof der Gemeinde versorgt werden. Dort steht ein ca. 17 Jahre alter Hackschnitzelkessel. Da das Warmwasser vor allem in der wärmeren Jahreszeit im Sportbetrieb benötigt wird, ist eine solare Warmwasseranlage angedacht.

Die Planänderung

Durch Kostendruck nach der ersten Planung beschließt die Gemeindeleitung, das erneuerbare Heizsystem durch eine Gasheizung zu ersetzen, das sei billiger in Anschaffung und Betrieb, da für die Nahwärmelösung keine Förderung möglich sei und die solare Warmwasserbereitung nur unwesentlich gefördert würde. Auf dieser Basis beschließt der Gemeinderat die Planänderungen. Das trifft bei vielen BürgerInnen auf Unverständnis. Die Energiegruppe wurde bis zu diesem Zeitpunkt nicht eingebunden und bittet daraufhin um ein Gespräch beim Bürgermeister. Ein kurzes Gespräch findet auch statt, weitere erbetene Infos werden aber nicht mehr erteilt, der Gemeinderatsbeschluss sei zu akzeptieren, es würden keine weiteren Informationen mehr erteilt.

Im Vorstand der Energiegruppe regt sich Unmut – auch weil nach Recherche schnell klar wird, dass es sehr wohl Förderungen für die Nahwärmelösung gegeben hätte, und zwar reichlich*. Damit könnte die in die Jahre gekommene Anlage im Bauhof auch gleich getauscht werden und eine wohl sehr kostengünstige Lösung für beide Gebäude getroffen werden. (Die Nahwärmegenossenschaft im benachbarten St.Margarethen tauscht übrigens aufgrund der Gelegenheit der fast 50%igen Förderung gerade ihren 15 Jahre alten Hackgutkessel.)


„Wie kommt man nur auf die Idee, im Sommer Gas aus Sibirien zu verheizen, wenn eine PV-Anlage am Dach ist und eine Hackschnitzelheizung nebenbei?!“ (Meinungen aus der Bevölkerung an die Energiegruppe)


Etliche Zahlen, die vom Bürgermeister im Informationsgespräch genannt wurden, können bei unserer Recherche nicht nachvollzogen werden. Zur letzten Sicherheit fehlt aber der Zugang zur genauen Informationen – der allerdings auch auf erneute Nachfrage beim Bürgermeister verweigert wird.

100% „Bio“gas

Kurz darauf gibt es die Mitteilung seitens des Bürgermeisters, einen 100% Biogas-Tarif zu bestellen, zertifiziert von der EVN. Leider ist die Welt damit nicht in Ordnung. Details im Infoartikel zu Biogas. Zusammengefasst ist Biogas nur sehr begrenzt verfügbar und für das einfache Verbrennen zur Beheizung eines Gebäudes ist Biogas viel zu kostbar, außer wenn es gar keine erneuerbaren Alternativen gibt. Die gibt es im vorliegenden Fall aber ganz eindeutig:

  • Bestehende Hackschnitzelanlage nebenan, Leitung ca. 120m, nur über Gemeindegrund, Kesseltausch sehr gut förderbar, Leitungsbau förderbar.
  • Beheizung selbst ohne Kesseltausch großteils möglich, Spitzenlastabdeckung für kurzfristigen Betrieb und schnelle Wärme z.B. über Infrarotpanele bis der Kessel ohnehin getauscht werden muss.
  • PV-Anlage am Dach, die in wenigen Jahren aus der Tarifförderung fällt, d.h. sehr billigen Strom produziert, der in einer Wärmepumpe genutzt werden könnte.
    Solare Wärmenutzung für Warmwasser

Die Energiegruppe beschließt daher, den Gemeinderat zu informieren, dass der gefasste Beschluss wahrscheinlich auf unvollständigen oder inkorrekten Tatsachen beruht und bittet um erneute Behandlung. Kurz darauf antwortet der Bürgermeister, dass der Gemeinderat den Beschluss nochmals bekräftigt hat, die Entscheidung sei als endgültig zu akzeptieren, ein von den meisten Gemeinderäten unterzeichnetes Schreiben wird übermittelt, in dem die Gründe für den Beschluss nochmals genannt werden: „Die nicht vertretbaren hohen Investitionskosten“ und „der vom Experten angestellte Betriebskostenvergleich“.


„Überall wird der Ausstieg aus den Fossilen gefördert und wir bauen in ein neues öffentliches Gebäude eine Gasheizung ein. Unverständlich!“ (Meinungen aus der Bevölkerung an die Energiegruppe)


Alles klar?!

Angesichts dieser scheinbaren Klarheit fragen sich große Teile der Energiegruppe erneut: Wenn die Sachlage so klar ist, warum dürfen wir dann die Investitionskosten nicht einsehen, warum erhalten wir keinen Zugang zu dem Betriebskostenvergleich? Wurde der teurere „zertifizierte Biogastarif“ in den Kostenvergleich aufgenommen? Wird hier ein neuer Kessel im Bauhof zu 100% dem neuen Gebäude zugerechnet? Wäre der Leitungsbau tatsächlich so teuer, wenn doch nun ohnehin Grabungsarbeiten stattfinden?
Alle Informationen, die die Energiegruppe bei ihren Recherchen und Gesprächen mit der eNu, dem Land NÖ, Förderinstitutionen oder anderen Personen erfahren hat, deuten darauf hin, dass die angestrebte Lösung nicht optimal ist – weder was die Kosten, noch was die Ökologie angeht.

Kurz darauf erscheint ein Artikel auf der Gemeindehomepage, der andeutet, dass die Energiegruppe Biogas zunächst befürwortet hätte und nun eine Kehrtwende vollführen würde.
Deshalb möchten wir in aller Deutlichkeit klarstellen:

  1. Wir sehen in der geplanten Gasheizung eine rückschrittliche Lösung in der fast 100% fossiles Gas verbrannt wird, auch im Hochsommer.

  2. „100% Biogas“-Zertifikate haben keinen mit Ökostrom vergleichbaren Anreizeffekt auf den Gasmarkt. Wer 100% Biogas bekommt und wer fossiles Gas, wird nur dadurch bestimmt, wer sich zuerst zum Aufpreis die vorhandenen Zertifikate sichert. Neue Biogasanlagen werden dadurch kaum gebaut werden.

  3. Die geplante Gasheizung ignoriert die regionale Wertschöpfung: Statt regionaler Sonne und Restholz wird auf Erdgas aus der Ferne gesetzt.

  4. Die geplante Gas-Wärme verursacht jährlich 9.230 kg CO2, soviel wie 72.100 km Autofahrt. Deutlich mehr als HUBSI und ein Elektro-Gemeindeauto (mit deutlich höheren Kosten als ein Nahwärmeanschluss) einsparen könnten.

  5. Die Preise für zertifizierte Biogaslösungen am Markt sind wesentlich teurer (e-Control: +65% bis +139% Mehrkosten) und belasten die Gemeinde und die Vereine über Jahrzehnte finanziell.

  6. Ein Rückschritt auf einen fossilen Gastarif ist mit einer einzigen Unterschrift möglich. Hier kann eine „trojanische Gasheizung“ entstehen.

  7. Die für die Vereine wichtige Eigenleistung wäre bei einem Nahwärmeanschluss leicht, bei einer Gasheizung jedoch nicht möglich.

  8. Die getroffene Lösung steht nur durch eine Fehlinterpretation im Einklang mit dem e5-Energiekonzept (siehe Infoartikel Biogas).

  9. Die Energiegruppe nimmt zur Kenntnis, dass eine Entscheidung im Gemeinderat getroffen wurde. Es ist und bleibt allerdings die Pflicht engagierter BürgerInnen, ihre Vertretung aufmerksam zu machen, wenn sie die Basis für getroffene Entscheidung für inkorrekt und die Entscheidung für falsch halten.

  10. Die Energiegruppe hat sich ab Bekanntwerden der Umplanung intensiv bemüht, Informationen zu erlangen, Gespräche zu führen und sich zum Wohle der Gemeinde einzubringen. Leider werden seit dem Gespräch weitere Informationen seitens des Bürgermeisters verweigert und ein Beitrag der Energiegruppe abgeblockt.

Die Hand der Energiegruppe bleibt ausgestreckt, es geht hier nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um einen Beitrag zu einer besseren Lösung.

 

* Laut Erhebung der Energiegruppe: KPC Förderung 35% für neuen Biomassekessel max. € 7.000.-, KPC Förderung 35% für Fernwärmeleitung max. €4.000.-, zusätzlich Landesförderung NÖ für biogenes Heizsystem, zusätzlich COVID-bedingter Investitionskostenzuschuss.

Erfolgreiche Jahreshauptversammlung 2014

Auf der Jahreshauptversammlung am Sonntag, dem 23. November 2014, blickte die Energiegruppe Hafnerbach auf ein erfolgreiches Jahr zurück:

Es fanden zahlreiche Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung statt, unter anderem ein Workshop zum Thema „Erneuerbare Energie“ mit den Volksschulkindern am Hafnerbacher Englisch-Camp im heurigen Sommer. Außerdem wurde Hafnerbach aufgrund der hohen Photovoltaikzuwachsraten in diesem Jahr Sieger der Photovoltaik-Bezirksliga. Ein weiteres Highlight das Jahres war die Neuauflage vom erfolgreichen Folder „Regional ISST besser“, der über regionale Direktvermarkter informiert.
Jahreshauptversammlung 2014 - Gewinner
Die Besucher der Jahreshauptversammlung konnten sich persönlich von der Qualität der heimischen Produkte überzeugen, da unter den Mitgliedern drei Warenkörbe eben dieser Anbieter verlost wurden – wir danken allen Spendern sehr herzlich!
Den Abschluss der Veranstaltung bildet ein kontroversieller Kurzfilm über die Zukunft der Elektromobilität. Hier der Link zum gezeigten Kurzfilm von Trendforscher Lars Thomsen über die Zukunft der Elektromobilität: http://www.youtube.com/watch?v=JHUzfw24oCk

Regional ISST Besser: Neue Auflage veröffentlicht

Endlich ist es so weit: die neue, überarbeitete Auflage des Folders „Regional ISST besser“ ist fertig! Viele bekannte Anbieter finden sich wieder und auch einige neue Direktvermarkter stellen ihre Produkte vor.
Der neue Folder wird im Anschluss an das Erntedankfest am 5. Oktober präsentiert und kann auch von dort mitgenommen werden. Zusätzlich liegt er bei allen Hafnerbacher Direktvermarktern auf.

Die Energiegruppe Hafnerbach veröffentlicht nach dem großen Anklang der ersten Auflage jetzt eine Aktualisierung ihres Verzeichnisses der Direktvermarkter in Hafnerbach. Nicht nur die Wertschöpfung in der Gemeinde, auch kurze Verkehrswege und eine bessere soziale Vernetzung innerhalb der Gemeinde liegen uns dabei am Herzen. Die Eintragung ist kostenlos.

Dachflächen für Gemeinschafts-Photovoltaikanlage gesucht!

Die Energiegruppe Hafnerbach prüft das Potential für eine PV-Anlage mit Bürgerbeteiligung auf unseren heimischen Dächern. Wir suchen daher Interessenten, die ihre Dachfläche für solch ein Projekt längerfristig verpachten würden (Ausrichtung Osten, Süden, Westen oder Flachdach, verfügbare unverschattete Fläche mindestens 70m²).

Je nach Vertragsmodell variiert der Dachpacht bzw. geht die PV-Anlage nach 13 Jahren ins Eigentum des Dacheigentümers über.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unverbindlich unter info@energiegruppe-hafnerbach.at oder unter der Nummer 0676 530 96 03 (Klaus Unterhuber). Nach der Erhebung der Flächen laden wir zu einem Info-Abend über das Projekt ein, danach wird über die Realisierbarkeit entschieden.

PV-Anlage Hafnerbach

E-Rad-Förderung: Heuer noch die Förderung in Anspruch nehmen und gemütlich durch den sonnigen Herbst radeln!

Das mit dem Energiesparen ist oft nicht so leicht. Das Auto stehen lassen und manchmal einen Weg mit dem Fahrrad erledigen? Schön und gut – sicher auch für die Gesundheit. Aber hier in Hafnerbach, wo sich ein malerischer Hügel an den anderen reiht auch ganz schön anstrengend und im Alltag oft nicht machbar.
Die Gemeinde gibt uns nun ordentlich Schwung und unterstützt in diesem Jahr den Kauf von Elektro-Fahrrädern. Mit so einem E-Rad erwartet uns ein neues Fahrgefühl und eine Steigung ist kein unüberwindbares Hindernis mehr.

Hier die Förderrichtlinie zum Nachlesen:

Im Jahr 2012 unterstützt die Marktgemeinde Hafnerbach Personen, die in Hafnerbach mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet sind, beim Ankauf von E-Fahrrädern. Dafür wird ein Fördertopf in Höhe von € 3.000,– zur Verfügung gestellt. Der jeweilige Ankauf des Fahrrades wird mit einem Betrag in Höhe von 15 % des Ankaufpreises, max. € 200,– gefördert – solange der Fördertopf nicht ausgeschöpft ist. Die E-Räder müssen bei einem Fahrradhändler, der in einer der ARGE-Dunkelsteinerwald-Gemeinden ansässig ist, gekauft werden.

Die Umweltförderungen E-Rad wird nicht in bar an die Förderwerber ausbezahlt, sondern in Form von ARGE-Dunkelsteinerwald-Gutscheinen.
Diese Aktion gilt bis 31.12.2012.

Die Förderung bekommt, wer das E-Rad bei einem Betrieb in der Region Dunkelsteinerwald kauft. Hier kommen die Firmen Cafe-Velo von Harald Ungar in Hafnerbach und SRAD von Thomas Weinzettel in Schönbühel infrage.

Die beiden Firmen ziehen bei der Förderung ebenfalls mit und bieten noch zusätzliche Unterstützung:
Harry Ungar gewährt beim Kauf über diese Aktion einen Rabatt von 10% auf den Kaufpreis.
SRad gibt beim Kauf über diese Aktion ein Paar hochwertige Packtaschen im Wert von € 120.- dazu.

Bisher wurden von der Gemeinde vier Fahrräder mit je € 200,- gefördert.
Es gibt also noch Fördergeld abzuholen!

Photovoltaik – JETZT für ALLE

Die Alfred Stöber Mühle aus Pfaffing errichtet demnächst eine ca. 90 kWp große Photovoltaikanlage am Dach ihrer Lagerhalle. Mit dieser Anlage sollen knapp 100 000 kWh Strom erzeugt werden. Das entspricht ca. 2% vom Hafnerbacher Strombedarf oder 20 Haushalten. Damit kann eine Einsparung von ca. 15 Tonnen CO2 jährlich erreicht werden.

Dieser Beitrag zur Energiewende ist enorm wichtig, denn unser Energiesystem der Zukunft ist „erneuerbar, regional und unabhängig.“ (NÖ Photovoltaik Leitfaden)

Wenn auch Sie an diesem nachhaltigen Projekt beteiligt sein möchten, dann haben Sie ab sofort die Möglichkeit dazu.
Sichern Sie sich JETZT „Hafnerbacher Sonnenscheine“! Details dazu finden Sie unter www.stoeber.cc , telefonisch unter 02749/2220 oder fordern Sie Infos per Email unter pv@stoeber.cc an!

Detailinformationen zum Download:

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Folder „Regional ISST besser“ erschienen

Liebe HafnerbacherInnen,
basierend auf einer Anregung vom Ideenwettbewerb 2010 hat die Energiegruppe einen Folder erstellt, der über Hafnerbacher Produkte und deren Anbieter informiert. Es ist erstaunlich, wieviele tolle Produkte wir direkt in Hafnerbach kaufen können. Der beiliegende Folder gibt auch Ihnen einen guten Überblick über das regionale
Angebot.
Sie erhalten diesen Folder in der Druckversion an unserem Stand am
Hafnerbacher Kirtag, bei den teilnehmenden Betrieben und am Mittwoch, den 25. April als Beilage in den Bezirksblättern.

Online gibt es ihn hier: