HUBSI wird 5!

HUBSI feiert seinen 5. Geburtstag – wir gratulieren herzlich!
Seit September 2017 verbessert HUBSI mit seinen vielen ehrenamtlichen Fahrer:innen die Mobilität, die Unabhängigkeit und das soziale Miteinander in Hafnerbach.
Ein großes Dankeschön an alle, die so beständig und ohne großes Aufsehen so einen wertvollen Dienst an der Allgemeinheit leisten!

PV-Installateure

Häufig erhalten wir Anfragen bezüglich PV-Installationen. Die Energiegruppe Hafnerbach hat in der Vergangenheit ja einige Erfahrung damit gesammelt. Daher möchten wir auch folgende Firmen nennen, mit denen unsere Mitglieder oder Bürger:Innen in Hafnerbach gute Erfahrungen gemacht haben.

 

DISPO
Martin Mayrhofer
Neustift 2, 3386 Hürm
0676/5441909
www.sonnenkw.at
info@sonnenkw.at

 

ELEKTRO KÖNIG
Andreas Pirgmaier
St.Pöltner Str. 2
3202 Rabenstein
02723/2155
www.elektro-koenig.at
a.pirgmaier@elektro-koenig.at

 

ELEKTRO RAUCH
Johann Rauch
Kirchberg am Walde 29
3932 Kirchberg am Walde
02854/6370
www.elektro-rauch.at
office@elektro-rauch.at

 

ELEKTRO SUNK
Emanuel Fahrngruber
Blumau 6/1
3204 Kirchberg a.d. Pielach
0676/4970586
www.elektro-sunk.at
office@elektro-sunk.at

 

ERWIN HOHL
Hr. Erwin Hohl
Schulstraße 5
3384 Groß-Sierning
0664/5362360
www.erwin-hohl.at
erwin.hohl@catv-bauer.at

 

SOLAVOLTA
Sonnenweg 1
7062 St.Margareten
05/90104640
www.sonnezustrom.at
info@solavolta.at

 

Wir verstehen diese Auflistung als reine Serviceleistung, wir werden nicht dafür bezahlt und übernehmen auch keine Haftung oder Gewährleistung.

Vortrag verschoben!

Der Vortrag über Wasserstoff in der Mobilität, den die Energiegruppe Hafnerbach in Nölling gehalten hat, ist auf großes Interesse gestoßen. Daher wurde ein zweiter Vortragstermin am 14. Jänner im Gasthaus Fischer, Hafnerbach eingeplant.

Auf Grund der aktuellen COVID19-Situation muss der Vortrag jedoch leider verschoben werden, ein neuer Veranstaltungstermin wird bekannt gegeben.

Vortrag: Wasserstoff in der Mobilität der Zukunft

Gerade noch rechtzeitig vor dem erneuten Lock-Down konnte die Veranstaltung der ARGE Dunkelsteinerwald und der Energiegruppe Hafnerbach zum Thema Wasserstoff in der Mobilität der Zukunft abgehalten werden.

Nach den Eröffnungsworten von Bgm. Franz Penz informierten sich beim Hirschenwirt in Nölling zahlreiche Besucher:innen über das große Potential und die technischen und ökonomischen Hürden des Systems Wasserstoff. Besonders vielversprechend erscheinen  industrielle Anwendungen von der Stahlherstellung bis zur chemischen Industrie und die Verwendung als saisonaler Energiespeicher. Bei der Mobilität müssen hingegen viele Faktoren abgewogen werden, sodass aus heutiger Sicht nur der Einsatz bei hohen Lasten und weiten Streckend sinnvoll erscheint.

Aufgrund der vermehrter Rückfragen wird der Vortrag am 14. Jänner 2022, um 19:00 in Hafnerbach (genauer Ort wird noch bekannt gegeben) nochmals gehalten.

HUBSI ist wieder unterwegs!

Pünktlich zu Schulbeginn startet HUBSI in die zweite Runde. Beim Hafnerbacher Kirtag wurde das neue Elektroauto vorgestellt. Über 40 ehrenamtliche Fahrer*innen chauffieren die etwa 100 Vereinsmitglieder in Hafnerbach und Umgebung.
Und der Bedarf ist groß: Vor der COVID-Pause legte HUBSI über 100.000km zurück.

Dank ehrenamtlicher Fahrer*innen und Organisator*innen, der Unterstützung zahlreicher Sponsoren sowie der Gemeinde, geht die Erfolgsstory weiter. Interessiert? Dann gleich informieren unterhttp://www.energiegruppe-hafnerbach.at/move/

Neuer HUBSI am Kirtag

Zahlreiche Sponsoren ermöglichen den Neustart nach der COVID-Pause.

„Von uns dahoam“ ausgezeichnet

Der Hafnerbacher Regionalladen „Von uns dahoam“ wurde als „Regionalladen des Jahres 2021“ ausgezeichnet!

Am 6. Juli gratulierte uns LH-Stv. Stephan Pernkopf zum Gewinn in der Kategorie Selbstbedienung in der Region Niederösterreich Mitte

Die regionalen DirektvermarkterInnen versorgen mit hochwertigen, frischen und regionalen Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. Der Laden ist täglich von 0 bis 24 Uhr geöffnet und befindet sich im Erdgeschoss der Volksschule Hafnerbach (Museumstraße 43, 3386 Hafnerbach). Die Energiegruppe gratuliert herzlich zu dieser Auszeichnung, die auch offiziell ausdrückt, was sich viele HafnerbacherInnen und auswärtige KundInnen schon lange denken: Großartige Idee, großartiges Engagement, großartig umgesetzt!

(Bio)gasheizung – Eine Klarstellung

Was soll eine Gasheizung im neuen Vereinshaus der Gemeinde, wenn im benachbarten Bauhof eine Hackschnitzelanlage vorhanden ist? Das fragen wir uns auch. Aber, der Reihe nach.

Der urspüngliche Plan

Die Gemeinde Hafnerbach errichtet zur Zeit ein neues Vereinshaus, in dem Sportvereine und Blasmusik ihr neues Zuhause finden sollen. Das Gebäude soll laut ursprünglichem Plan des beauftragten technischen Büros mit Nahwärme vom direkt daneben gelegenen Bauhof der Gemeinde versorgt werden. Dort steht ein ca. 17 Jahre alter Hackschnitzelkessel. Da das Warmwasser vor allem in der wärmeren Jahreszeit im Sportbetrieb benötigt wird, ist eine solare Warmwasseranlage angedacht.

Die Planänderung

Durch Kostendruck nach der ersten Planung beschließt die Gemeindeleitung, das erneuerbare Heizsystem durch eine Gasheizung zu ersetzen, das sei billiger in Anschaffung und Betrieb, da für die Nahwärmelösung keine Förderung möglich sei und die solare Warmwasserbereitung nur unwesentlich gefördert würde. Auf dieser Basis beschließt der Gemeinderat die Planänderungen. Das trifft bei vielen BürgerInnen auf Unverständnis. Die Energiegruppe wurde bis zu diesem Zeitpunkt nicht eingebunden und bittet daraufhin um ein Gespräch beim Bürgermeister. Ein kurzes Gespräch findet auch statt, weitere erbetene Infos werden aber nicht mehr erteilt, der Gemeinderatsbeschluss sei zu akzeptieren, es würden keine weiteren Informationen mehr erteilt.

Im Vorstand der Energiegruppe regt sich Unmut – auch weil nach Recherche schnell klar wird, dass es sehr wohl Förderungen für die Nahwärmelösung gegeben hätte, und zwar reichlich*. Damit könnte die in die Jahre gekommene Anlage im Bauhof auch gleich getauscht werden und eine wohl sehr kostengünstige Lösung für beide Gebäude getroffen werden. (Die Nahwärmegenossenschaft im benachbarten St.Margarethen tauscht übrigens aufgrund der Gelegenheit der fast 50%igen Förderung gerade ihren 15 Jahre alten Hackgutkessel.)


„Wie kommt man nur auf die Idee, im Sommer Gas aus Sibirien zu verheizen, wenn eine PV-Anlage am Dach ist und eine Hackschnitzelheizung nebenbei?!“ (Meinungen aus der Bevölkerung an die Energiegruppe)


Etliche Zahlen, die vom Bürgermeister im Informationsgespräch genannt wurden, können bei unserer Recherche nicht nachvollzogen werden. Zur letzten Sicherheit fehlt aber der Zugang zur genauen Informationen – der allerdings auch auf erneute Nachfrage beim Bürgermeister verweigert wird.

100% „Bio“gas

Kurz darauf gibt es die Mitteilung seitens des Bürgermeisters, einen 100% Biogas-Tarif zu bestellen, zertifiziert von der EVN. Leider ist die Welt damit nicht in Ordnung. Details im Infoartikel zu Biogas. Zusammengefasst ist Biogas nur sehr begrenzt verfügbar und für das einfache Verbrennen zur Beheizung eines Gebäudes ist Biogas viel zu kostbar, außer wenn es gar keine erneuerbaren Alternativen gibt. Die gibt es im vorliegenden Fall aber ganz eindeutig:

  • Bestehende Hackschnitzelanlage nebenan, Leitung ca. 120m, nur über Gemeindegrund, Kesseltausch sehr gut förderbar, Leitungsbau förderbar.
  • Beheizung selbst ohne Kesseltausch großteils möglich, Spitzenlastabdeckung für kurzfristigen Betrieb und schnelle Wärme z.B. über Infrarotpanele bis der Kessel ohnehin getauscht werden muss.
  • PV-Anlage am Dach, die in wenigen Jahren aus der Tarifförderung fällt, d.h. sehr billigen Strom produziert, der in einer Wärmepumpe genutzt werden könnte.
    Solare Wärmenutzung für Warmwasser

Die Energiegruppe beschließt daher, den Gemeinderat zu informieren, dass der gefasste Beschluss wahrscheinlich auf unvollständigen oder inkorrekten Tatsachen beruht und bittet um erneute Behandlung. Kurz darauf antwortet der Bürgermeister, dass der Gemeinderat den Beschluss nochmals bekräftigt hat, die Entscheidung sei als endgültig zu akzeptieren, ein von den meisten Gemeinderäten unterzeichnetes Schreiben wird übermittelt, in dem die Gründe für den Beschluss nochmals genannt werden: „Die nicht vertretbaren hohen Investitionskosten“ und „der vom Experten angestellte Betriebskostenvergleich“.


„Überall wird der Ausstieg aus den Fossilen gefördert und wir bauen in ein neues öffentliches Gebäude eine Gasheizung ein. Unverständlich!“ (Meinungen aus der Bevölkerung an die Energiegruppe)


Alles klar?!

Angesichts dieser scheinbaren Klarheit fragen sich große Teile der Energiegruppe erneut: Wenn die Sachlage so klar ist, warum dürfen wir dann die Investitionskosten nicht einsehen, warum erhalten wir keinen Zugang zu dem Betriebskostenvergleich? Wurde der teurere „zertifizierte Biogastarif“ in den Kostenvergleich aufgenommen? Wird hier ein neuer Kessel im Bauhof zu 100% dem neuen Gebäude zugerechnet? Wäre der Leitungsbau tatsächlich so teuer, wenn doch nun ohnehin Grabungsarbeiten stattfinden?
Alle Informationen, die die Energiegruppe bei ihren Recherchen und Gesprächen mit der eNu, dem Land NÖ, Förderinstitutionen oder anderen Personen erfahren hat, deuten darauf hin, dass die angestrebte Lösung nicht optimal ist – weder was die Kosten, noch was die Ökologie angeht.

Kurz darauf erscheint ein Artikel auf der Gemeindehomepage, der andeutet, dass die Energiegruppe Biogas zunächst befürwortet hätte und nun eine Kehrtwende vollführen würde.
Deshalb möchten wir in aller Deutlichkeit klarstellen:

  1. Wir sehen in der geplanten Gasheizung eine rückschrittliche Lösung in der fast 100% fossiles Gas verbrannt wird, auch im Hochsommer.

  2. „100% Biogas“-Zertifikate haben keinen mit Ökostrom vergleichbaren Anreizeffekt auf den Gasmarkt. Wer 100% Biogas bekommt und wer fossiles Gas, wird nur dadurch bestimmt, wer sich zuerst zum Aufpreis die vorhandenen Zertifikate sichert. Neue Biogasanlagen werden dadurch kaum gebaut werden.

  3. Die geplante Gasheizung ignoriert die regionale Wertschöpfung: Statt regionaler Sonne und Restholz wird auf Erdgas aus der Ferne gesetzt.

  4. Die geplante Gas-Wärme verursacht jährlich 9.230 kg CO2, soviel wie 72.100 km Autofahrt. Deutlich mehr als HUBSI und ein Elektro-Gemeindeauto (mit deutlich höheren Kosten als ein Nahwärmeanschluss) einsparen könnten.

  5. Die Preise für zertifizierte Biogaslösungen am Markt sind wesentlich teurer (e-Control: +65% bis +139% Mehrkosten) und belasten die Gemeinde und die Vereine über Jahrzehnte finanziell.

  6. Ein Rückschritt auf einen fossilen Gastarif ist mit einer einzigen Unterschrift möglich. Hier kann eine „trojanische Gasheizung“ entstehen.

  7. Die für die Vereine wichtige Eigenleistung wäre bei einem Nahwärmeanschluss leicht, bei einer Gasheizung jedoch nicht möglich.

  8. Die getroffene Lösung steht nur durch eine Fehlinterpretation im Einklang mit dem e5-Energiekonzept (siehe Infoartikel Biogas).

  9. Die Energiegruppe nimmt zur Kenntnis, dass eine Entscheidung im Gemeinderat getroffen wurde. Es ist und bleibt allerdings die Pflicht engagierter BürgerInnen, ihre Vertretung aufmerksam zu machen, wenn sie die Basis für getroffene Entscheidung für inkorrekt und die Entscheidung für falsch halten.

  10. Die Energiegruppe hat sich ab Bekanntwerden der Umplanung intensiv bemüht, Informationen zu erlangen, Gespräche zu führen und sich zum Wohle der Gemeinde einzubringen. Leider werden seit dem Gespräch weitere Informationen seitens des Bürgermeisters verweigert und ein Beitrag der Energiegruppe abgeblockt.

Die Hand der Energiegruppe bleibt ausgestreckt, es geht hier nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um einen Beitrag zu einer besseren Lösung.

 

* Laut Erhebung der Energiegruppe: KPC Förderung 35% für neuen Biomassekessel max. € 7.000.-, KPC Förderung 35% für Fernwärmeleitung max. €4.000.-, zusätzlich Landesförderung NÖ für biogenes Heizsystem, zusätzlich COVID-bedingter Investitionskostenzuschuss.

Infos: Biogas

Was ist Biogas?

Biogas entsteht als Stoffwechselprodukt von Methanbakterien bei der Zersetzung organischer Stoffe.

Für diesen Prozess können Reststoffe verwenden, wie Klärschlamm, Gülle aus der Landwirtschaft oder „Biomüll“ aus dem Gewerbebereich, Speisereste etc. In der Praxis werden diese Stoffe mit nachwachsenden Rohstoffen von Äckern kombiniert – in erster Linie Mais aber auch beispielsweise Zwischenfrüchte – da nur so eine effiziente Gaserzeugung möglich ist.

Vorteil: Reststoffe können in wertvolle Energie verwandelt werden.
Nachteil: Biogaserzeugung ist flächenintensiv und steht in direkter Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Biogaserzeugung ist also nicht im großen Stil erweiterbar.

Wie wird Biogas verwendet?

Stromerzeugung: Üblicherweise wird direkt am Entstehungsort aus Biogas Ökostrom erzeugt. Die meisten Verstromungsanlagen nutzen Blockheizkraftwerke zur Stromerzeugung. Diese bestehen prinzipiell aus einem Verbrennungsmotor und einem Generator, der elektrische Energie erzeugt. Diese Art der Stromerzeugung ist nicht besonders effizient, der thermische Wirkungsgrad liegt in der Regel zwischen 34 und 55 %. Es entsteht also viel Abwärme, die genutzt werden kann und soll.

Vorteil: Wird das Biogas gespeichert, so kann der Strom punktgenau erzeugt werden und natürlichen Schwankungen bei anderen erneuerbaren Quellen wie Wasser, Wind und Sonne eingesetzt werden.
Nachteil: Nur mit einer guten Nutzung der Abwärme energieeffizient.

Netzeinspeisung

Mittlerweile kann Biogas aus ins öffentliche Gasnetz eingespeist werden. Dafür ist ein aufwändiger Aufbereitungsprozess (Reinigung und Methananreicherung) notwendig, da die chemische Zusammensetzung von Biogas sich von Erdgas unterscheidet.

Vorteil: Örtlich flexiblere Nutzung des Biogases
Nachteil: Aufbereitungsprozess

Biogas und Hafnerbach

Biogas ist also eine sehr wertvolle Ressource, der Flächenverbrauch dafür ist sehr hoch. Biogas sollte daher für Prozesse reserviert bleiben, in denen auf Gas als Rohstoff nicht verzichtet werden kann oder wenn eine kombinierte Nutzung stattfindet, d.h. für die Stromerzeugung und gleichzeitige Abwärmenutzung. Dazu wurde Biogas für Raumwärme auch im Energiekonzept 2018 für Hafnerbach aufgenommen.
Zertifikate für Ökostrom sind sinnvoll, da sie den Ausbau von Ökostrom vorantreiben helfen. Zertifikate für Biogas sind es nicht, da die Ressource wegen des Flächenverbrauchs nicht beliebig zur Verfügung steht. Experten schätzen den gesamt möglichen Beitrag von Biogas auf max. 1-3% des Erdgasverbrauchs. Eine Einspeisung von Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen ins Gasnetz ist zwar sinnvoll, solange es aber nicht deutliche Überschüsse an erneuerbarem Strom gibt, ist die Variante eher theoretischer Natur.